„Wir sind hier um jeden Moment unseres Lebens von den Tieren zu lernen!“

(indianischer Weisheitsspruch)

 

Dies ist der Grund, warum Tiere den Weg zu uns finden und uns bedingungslose Liebe schenken: sie wollen uns lehren, helfen und heilen.

Als Reittherapeutin kenne ich die Fähigkeiten meiner Pferde, Menschen in ihrer Entwicklung ganzheitlich zu begleiten.

Als schamanisch praktizierende Heilerin weiß ich um die lehrende und heilende Kraft aller Tiere

und lasse dieses Wissen in die tiergestützte Therapie einfließen.

 Ich orientiere mich an dem ganzheitlichen  TMPI-Modell von H.-J. Bareiss und

an der Methode von Linda Kohanov mit ihrem experimentellem und psychotherapeutischem Ansatz.
 

H.-J. Bareiss war langjähriges Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Reiten und Therapie (ART) und entwickelte in dieser Zeit sein Konzept der TMPI. "TMPI ist kein abgeschlossenes Konzept, sondern zunächst ein offenes Modell mit dem Versuch der Berücksichtigung entscheidender Variablen und Grundsätze als Beitrag zur Weiterentwicklung von Theorie und Praxis der therapeutischen Arbeit mit Mensch und Pferd" (Bareiss, 1996, S. 93). Der Begriff TMPI steht für "Therapeutische Mensch Pferd Interaktion". H.-J. Bareiss versteht darunter "... die therapeutisch relevante Begegnung von Mensch und Pferd" (Bareiss 1996, S.93). Das Wort "therapeutisch" wird in diesem Zusammenhang relativ offen verstanden im Sinne von: "die Therapie, die Prophylaxe und Prävention, die Nachsorge, die systemische Begleitung betreffend sowie therapieartig wirkend ohne die zwingende Voraussetzung von "Krankheit" oder "Behinderung" (Bareiss, 1996, S. 94).

 

Das TMPI-Modell hat den Anspruch mehrdimensional, ganzheitlich, interdisziplinär, prozessorientiert, methodenverknüpfend und -relativierend zu sein. In der Praxis bedeutet dies, dass die TMPI eine ganzheitliche Betrachtungs- und Arbeitsweise mit dem Pferd ist. Hierbei wird das Pferd als Partner in einem Gefüge gesehen und steht dabei in einem Dialog mit Klient und Therapeut. Der Begriff TMPI bezieht sich auf jede Form der Kontaktaufnahme zwischen Mensch und Pferd. Hierbei stellt das Reiten nur einen Aspekt der Interaktion dar. Für manche Menschen ist die Kontaktaufnahme vom Boden aus vielleicht wesentlich wichtiger.
Das Pferd ist Co-Therapeut, da die Therapeut - Klient - Situation durch das Pferd erweitert wird und der Therapeut u. U. mehr oder weniger in den Hintergrund treten kann.

 

Dazu H.-J. Bareiss: " Was die heilpädagogische-psychologische Arbeit unter dem Beziehungsaspekt angeht, haben die Interaktionsmodi am Boden ihre besondere Bedeutung: Erleben von Nähe, Beachten von Distanz, Beobachtung, die vielen Möglichkeiten des Umgangs mit dem Pferd - auch spielerischer Art, die Versorgung und Pflege, die Bodenarbeit. Ich (Bareiss) denke, dass hier viele Ideen entwickelt werden können, wenn die einseitige Fixierung auf Reiten und Voltigieren überwunden wird. 

M. E. gilt hier der Grundsatz: „Eine face-to-face-Beziehung bedarf des Gegenübers. Und dieses Gegenüber findet in Form vielfältiger Interaktion am Boden statt" 

( Bareiss, 1996, S. 95).

 

Dies schließt natürlich die Bedeutung des sowohl physiologisch als auch psychologisch wichtigen Aspektes des " Sich-tragen-und-bewegen-lassen" auf dem Pferd nicht aus. Die ausgleichende Wirkung des rhythmischen "bewegt werden" ist auch ein wichtiger Bestandteil der Reittherapie. Vom Pferderücken aus werden dreidimensionale Schwingungen auf den Klienten übertragen, die in der Gangart Schritt dem Gangbild des Menschen ähnlich sind. Die dadurch entstehenden Impulse beeinflussen die Körperwahrnehmung des Klienten, die Haltungs-, Stütz- und Gleichgewichtsreaktion und regulieren den Muskeltonus.

Auch bei den indianischen Schamanen ist das Besteigen eines Pferdes  ein großes Kulturereignis mit unschätzbarem Wert für die Weiterentwicklung des Menschen. Sie sehen Pferde als Sinnbild für die Kraft der Intuition und als Träger der Musik. 

Der Rhythmus der verschiedenen Gangarten ist identisch mit den Rhythmen in der Musiktherapie.

Ob die rhythmischen Bewegungen des langsamen Schrittes, der Viertakt des schnellen Schrittes, der Zweitakt im Trab oder der Dreierschlag des Galopps, jede Gangart unterstützt die therapeutische Arbeit: der langsame Schritt wiegt den Klienten wie ein Säugling im Mutterleib, gibt das Gefühl der Geborgenheit und ermöglicht  eine innere Öffnung.  Der schnellere Schritt fördert  die Konzentration, der Trab bringt den Klienten ins "hier und jetzt", er wird sich seiner bewusst, muss sein äußeres Gleichgewicht halten und findet dadurch zunehmende Zentrierung und inneres Gleichgewicht. Der Galopp vermittelt das Gefühl von Freiheit und Stärke, lässt den Klienten dadurch innerlich wachsen.

 

Linda Kohanov (vgl. www.taoofequus.com) gründete 1997 Epona Equestrian Services in Tucson und untersucht mit anderen Reitlehrern und Therapeuten das heilende Potenzial der Arbeit mit Pferden. In ihren Büchern „Das Tao des Equus“ und „Botschafter zwischen den Welten“  beschreibt sie Pferde als bemerkenswert gefühlvolle, intuitive und intelligente Wesen. Sie sieht sie ebenfalls als phantastische Therapeuten und weise Lehrer, als wahre Spiegel der tiefsten Regionen unserer Seele. Diese natürlichen Wesen haben die außerordentliche Fähigkeit, bei uns Menschen die Intuition wieder zum Leben zu erwecken, körperliche Probleme und authentische Gefühle zu spiegeln, die wir hinter den sozial akzeptierten Masken zu verstecken versuchen. Diese Masken und alte Muster müssen abgelegt und ein tiefer liegendes, authentisches Selbst entfaltet werden.

 

„Begeben wir uns auf die Reise vom falschen Selbst zum wahren Selbst!“ Denn auch „Die Psychotherapie als Ganzes erkennt an, dass ein Abstieg in die Tiefen der Gefühle, ebenso wie in das persönliche und kollektive Unbewusste, immer vor einem Aufstieg in ein höheres Bewusstsein, Transzendenz und bleibende Veränderung kommt“ (Das Tao des Equus, S. 82, 2006). 

Sozialisierte Tiere passen sich in der Regel unserem Tagesablauf an und die Bedürfnisse des Menschen werden häufig in den Vordergrund gestellt. Auch die so genannten  „Problempferde“ spiegeln häufig einfach nur die Gefühle und Absichten ihrer Besitzer, die keine Ahnung haben, was sie projizieren. Ein sonst gut versorgtes, eigenverantwortliches Pferd entspannt sich meist sofort, wenn sein Eigentümer ein verstecktes Gefühl zugibt, wenn es ihm bewusst gemacht wird!

„Diese Reise ist es wert, für ein harmonisches Miteinander mit dem Partner Pferd!“

Die Erfüllung seiner natürlichen Bedürfnisse ist jedoch die Basis für ein Miteinander. Meine Partner leben artgerecht, natürlich, in Herdenverbänden im Offenstall und sind in ständiger Weiterbildung u.a. nach den effektiven und sanften Trainingsmethoden der Fachfrauen Linda Tellington-Jones, Sally Swift, Peggy Cummings und Mary Wanless, sowie natural-horse-men-ship in Anlehnung an die Techniken von Monty Roberts, GaWaNiPony Boy und weiteren „Pferdeflüsterern“.

 

(der dicke Dorian bleibt

immer in unseren Herzen)        (Mikado, Spitzname Mik)               (Krümelchen)


 

                                          

 

Ich, als Krankenschwester mit der Weiterbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe, Heilpraktikerin für Naturheilverfahren und Psychotherapie www.euro-naturheilkunde.de

mit der Zusatzausbildung Reittherapeutin www.agrt.de, anerkannter Heiler- und sensitive Ausbildung www.togram.de, nach den Richtlinien des Dachverbandes für Geistiges Heilen (DGH) www.dgh-ev.de und schamanischer Ausbildung www.schamanische-lichtwege.de, sehe mich auch, wie Linda Kohanov es bezeichnet, als Trommlerin in diesem Beziehungsdreieck und halte den Rhythmus in Gang. Ich schaffe hier auf dem Hippo-Hof einen sicheren Ort, den heiligen Raum der Möglichkeiten, begleite prozessorientiert und situationsabhängig, methodenübergreifend und interdisziplinär, immer mit Respekt vor der inneren Weisheit jeder Seele.

Auch in der tiergestützten Therapie werden meine Klienten in ihrer Gesamtpersönlichkeit, mit Körper, Geist und Seele, erfasst und individuell begleitet. 

Die Selbstständigkeit rund ums Pferd wird reitpädagogisch gefördert, Basiswissen wird vermittelt. Die Klienten lernen in ihrem Tempo Verantwortung für sich und ihr Therapiepferd zu übernehmen und tiefer in die Beziehung zu diesem Lebewesen mit all seinen Bedürfnissen zu gehen. Das Pferd wird gemeinsam vom Paddock geholt, gepflegt und für das Reiten vorbereitet und nach der Bewegung am und auf dem Pferd auch wieder gemeinsam zurückgeführt und versorgt. Eigene Wünsche und Bedürfnisse werden in den Einheiten berücksichtigt. Die Persönlichkeitsentwicklung steht im Vordergrund und keine reiterliche Qualifikation.
 

 

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